CC-BY: Malte Klauck von Hamburg Fotografiert

Was ist ein Barcamp?

Da ich Barcamps jetzt regelmäßig als zeitgemäßes und interaktives Konferenzformat anbiete, werde ich häufiger gefragt:

Was ist ein Barcamp? 

Das erste bekannte Barcamp wurde laut Wikipedia bereits 2005 in Kalifornien abgehalten – von dort aus breitete sich das auch Unkonferenz genannte Format schnell international aus. Hunderte bereits veranstaltete Barcamps begeistern die TeilnehmerInnen. Die Besonderheit: Bei diesem Format werden vorab keine Referenten gebucht, alle Anwesenden sind aufgerufen, eigene Erfahrungen, Wissen und Ideen einzubringen – gemäß dem Motto:

„Keine Zuschauer, nur Teilnehmer.“

Aus von den Teilnehmern vor Ort vorgeschlagenen Themen entsteht ein Programm, das inhaltlich vollständig von den TeilnehmerInnen festgelegt wird. Sponsoren können ebenfalls gerne Themen oder Fragestellungen einbringen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass ein Barcamp keine Marketing- oder Vertriebsveranstaltung ist.

Langjährige Erfahrungen zeigen, dass auf diese Weise ein sehr intensiver Wissensaustausch und tiefgründige Diskussionen entstehen, von denen alle deutlich mehr profitieren als von normalen Veranstaltungen mit vordefinierten Referenten.

Bei unseren Barcamps wird in der Regel für den Vorabend des Camps ein Warmup zum Kennenlernen und am Samstagabend eine Party zum netzwerken angeboten. Die Verpflegung wird Dank unserer Sponsoren für die TeilnehmerInnen kostenlos angeboten beziehungsweise kostengünstig bereitgestellt.

Sponsoren sind übrigens in bester Gesellschaft: Der OTTO Versand sponsert seit Jahren vergleichbare Barcamps. Für die durch uns persönlich veranstalteten Events konnten wir bereits Sponsoren wie Jung von Matt, Telekom, Stern, Immonet, Bigpoint und MRM gewinnen – um nur einige Beispiele zu nennen.

Firmen können aber auch eigene Barcamps oder Themencamps anbieten – zum Beispiel um ihre Blogger Relations aufzubauen oder um auf sich als attraktiven Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Hierbei ist zu beachten, dass auch hier Werbeveranstaltungen unerwünscht sind. (Gerne organisieren wir diese für Sie!)

Eine ausführliche Video-Erläuterung des Formats (10 Minuten) findet sich hier auf der Seite von Jan Theofel.

Von diesem stammt übrigens der Satz „Ich glaube einfach an das Format und kann es nicht nicht weiterentwickeln“ – den ich gerne unterschreibe! Gerade den Themen- und Nischencamps gehört die Zukunft – aber auch firmenintern kann dieses interaktive Format genutzt werden.

Die Barcamp Regeln

(frei nach und basierend auf einer Parodie von Tantek Çelik von The Rules of Fight Club)

  1. Rede über das Barcamp.
  2. Blogge über das Barcamp.
  3. Du bereitest eine Präsentation vor oder bietest vor Ort spontan eine Session (Vortrag, Workshop, Diskussion) an.
  4. Stelle dich mit nur drei (!) Stichworten vor.
  5. Es gibt so viele Präsentationen wie Räume.
  6. Es gibt keine fix geplanten Vorträge oder Workshops. Es gibt keine Touristen, nur Teilnehmer.
  7. Präsentationen gehen so lange wie sie gehen – aber maximal, bis der nächste Slot im gleichen Raum beginnt.
  8. Beim ersten Barcamp sollten Neulinge präsentieren – (ok, du kannst dich auch an anderer Stelle nützlich machen – zum Beispiel aktiv an einer Session teilnehmen, Fragen stellen, interagieren).

Wenn dich nun das Barcamp-Fieber packt, und du schauen willst, was dich interessiert, kannst du dich in einem der zahlreichen Barcamp Kalender schlau machen, zum Beispiel hier.

Mehr Tipps und Tricks findet ihr ebenfalls hier in dem sehr schön gestalteten PDF von Torsten Maue oder hier bei Frank Patzig.

Grundsätzlich sind Barcamps zu jedem Thema denkbar – Voraussetzung ist der Wille zum offenen Austausch.

CC-BY: Malte Klauck von Hamburg FotografiertIn diesem Video zum Social Gardening Barcamp (Zielgruppe: Gartenblogger) kann man Dank der Baumgartenfee eine sehr schön Umsetzung des Gartenbau- und Pflanzengroßhändlers Romberg sehen. Denn ein lohnenswertes Resultat ist ja, dass man als Unternehmen zum einen viel Feedback erhält und zum anderen relevante Kontakte aufbauen und pflegen kann.

Doch auch wenn Blogger natürlich (wegen ihrer Multiplikatorenwirkung und schönen Backlinks) eine schöne Zielgruppe darstellen: Jeder, der kommuniziert ist ein guter Barcampteilnehmer und eine lohnenswerte Zielgruppe.

In diesem Sinne: Happy Barcamping!