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Rede und Antwort im Haifischbecken

Ich lese gerade das FAZ Feuilleton „Meine Tage im Hass“ von Andrea Diener und stelle fest:

Das kommt mir bekannt vor.

Das Problem ist die „Entmenschlichung“ in der schriftlichen Kommunikation. Sie führt zu teils völlig enthemmten Aussagen. Und zwar passiert diese nicht nur, wenn sich die Leute hinter Fakenamen und Bildern verbergen können. Selbst in öffentlichen Foren namhafter Business-Netzwerke wird der Ton häufig scharf, beleidigend, anzüglich etc..

Foto: kuhlpunkt.deDie Menschen „vergessen sich“ förmlich in ihrer Aufregung.

Sie würden niemals so auftreten, wenn sie jemanden vor sich stehen oder am Telefon hätten. Deswegen, „triff‘ deine Kritiker, oder telefonier‘ zumindest mit ihnen“. Es kann nur – und es wird in der Regel besser werden! Häufig kann man mit dieser Person in Folge einen besonders loyalen und freundlichen Kunden gewinnen. Gut, das ist in geschlossenen Foren und Netzwerken einfacher als auf einer Fanseite oder im Blog. Die meisten Community- oder Social Media Manager, oder auch die Foren-Moderatoren, Administratoren oder Online-Kundenbetreuer, die sich um öffentliche Foren/Seiten kümmern sind es gewohnt, an jedem Tag öffentlich angepöbelt zu werden.

Journalisten müssen das häufig noch lernen. Müssen sie? Ja, sie müssen.

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