Von der Wundertüte zum zielsicheren Personalmanagement

Es wird mir immer deutlicher: Der deutsche Mittelstand braucht Interimsmanager oder Interimsmanagerinnen für den Aufbau von Social Media.

Silke SchippmannEs begegnet mir immer wieder: Hilfloses Stellenanzeigen, in denen nach der eierlegenden Wollmilchsau gesucht wird, dem Junior, der alles kann. Soll’s ein Praktikant sein oder vielleicht doch lieber ein Senior?

Der Bedarf ist klar, viele Firmen wissen bereits, dass sie was im Internet machen wollen und müssen – um wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie haben verstanden, dass das „Social Web“ vieles für sie tun kann: Markenbildung, Mund-zu-Mund-Propaganda, Qualitätsmanagement und Kundenservice, Recruiting. Bevor sie den Plan nun aber umsetzen können sollten sie sich erst einmal im eigenen Hause umsehen: Wie offen ist die Firmenkultur, welche Abteilungen sind beteiligt, wo sollte eine solche Position aufgehängt werden? Welche Leichen liegen im eigenen Keller?

Es muss zunächst eine Strategie erstellt werden, und die kann nicht lauten: wir machen mal eine Facebook-Seite.

Das kann zwar einer der Umsetzungsschritte und für viele Firmen mag das eine gute Idee sein – aber eben nicht für jeden Zeitpunkt, alle und jeden. Es müssen Ziele und Maßnahmen festgelegt werden und es muss bei der Umsetzung eine Erfolgskontrolle geben.

Geht es um Neukundengewinnung, Kundenbetreuung, Markenbildung, drückt der Schuh im Recruiting oder gilt es, eine interne Kommunikation aufzubauen? Welche Ressourcen sind vorhanden, welches Budget? Denken wir an eine Implementierung: sehr schön, aber wer macht es wann und wie intensiv? Mit all diesen Fragen sind Firmen heute alleine.

Was benötigt wird, ist nicht die Agentur und nicht der Super Senior Manager mit 20 Jahren Erfahrung. Agenturen wollen ihre Dienstleistungen verkaufen und ihre Kunden möglichst lange an sich binden. Open End, ohne Garantie! Was Unternehmen dagegen brauchen, ist die best-geeignete Person Inhouse.

Erfahrene Social Media und Community Manager sind selten. Oftmals scheitert es bereits an der konkreten Formulierung der erforderlichen Ausbildung und Skills. Die dann eintreffenden Bewerbungen sind bestenfalls Wundertüten, bei denen der Arbeitgeber sich dann aus Äpfel und Birnen die Kiwi aussuchen muss. Nein, kein Schreibfehler, bitterer Ernst. 

Nun ist die Person, die den Bedarf ermittelt und die Strategie erstellt, nicht zwangsläufig die beste Person für die Umsetzung. Müssen also zwei Fest-Stellen besetzt werden? Nein.

Ich plädiere für ein erfahrenes Interimsmanagement auch für Socia Media und Community Management.

Diese Person kann den Grundstein legen, gut beraten und aufbauen, was dann langfristig funktionieren wird. Keine teuren Fehlversuche, keine verschenkten Chancen – sondern effektives Management mit Aufbau eigener Ressourcen und Qualifikationen. Erst dann kann nachhaltig begleitet, gesteuert und umgesetzt werden, was SINN macht.

Warum muss der Manager auf Zeit für eine von der Größe und vom Entwicklungsstand des Unternehmens abhängigen Zeitspanne vor Ort arbeiten? Dafür gibt es gleich mehrere Gründe:

  • Firmenkultur und das operative Zusammenspiel zwischen den Abteilungen kennen lernen
  • Akzeptanz aufbauen bei allen zu beteiligenden Abteilungen (PR, Marketing, Kundenservice, Rechtsabteilung) und mögliche Show Stopper ermitteln
  • Suche nach passenden Positionen im Unternehmen (wo soll das Thema Social Media aufgehängt werden?) und geeigneten Personen im Unternehmen oder Auswahl geeigneter neuer Mitarbeiter, gegebenenfalls Aufbau eines Teams
  • Sorgfältige Einarbeitung und Coaching des oder der Kollegen

Des Weiteren denkbar:

  • Optimierung vorhandener Prozesse und Strukturen
  • Vertretung ausfallender Social Media und Community Manager
  • Begleitung bei Change Management Prozessen

Diese Zeitspanne des Einsatzes sollte bei einem Mittelständler je nach gebotener Komplexität bei 2 oder 3 Monaten liegen.

Dann hat das Unternehmen das Handwerkszeug: Strategie, Maßnahmen. Und wird garantiert keine Bauchlandung hinlegen. Eben von der Wundertüte zum zielsicheren Projekt- und Personalmanagement!

 

Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot, rufen Sie an: Tel. +49-40-60941362

 

 

Social Media – muss das sein?

Oft werde ich gefragt: Social Media für unser Unternehmen – muss das sein? Die Antwort ist: Nein, nicht unbedingt.4d231d9407dd18f1356db69da39be72b Bestimmte Bedingungen sollten erfüllt sein, bevor Sie sich für diesen Weg entscheiden.

In jedem Fall sollte man damit beginnen mitzuverfolgen, was im Social Web über die eigene Firma oder Marke geschrieben wird. Insbesondere Entscheider sollten wissen, was und in welcher Weise über das eigene Unternehmen gesprochen wird. (mehr …)