So blogge ich, so arbeite ich!

Michael Rajiv Shah hat eine interessante Blogparade zum Thema „Arbeitsweise- und Organisation beim Bloggen“ gestartet. Mein Blogstöckchen wurde mir von der wunderbaren Silke Loers zugeworfen und gerne trage ich die Staffel weiter!

Denn wie Christian Müller lese ich „[…]unheimlich gerne über die Arbeits- und Organisationsmethoden anderer Menschen, schätze diese persönlichen und inspirierenden Einblicke. Daher liebe ich Formate wie What’s in your bag?, How does your desk look like? oder eben This is how I work. Die Erfahrung anderer inspirieren mich immer wieder.[…]“ – und weil ich gerne nehme, teile ich auch gerne meine Erfahrungen:

Blogger Typ:

Ich bin wohl am ehesten sowas wie ein „Corporate– oder Multiblogger“ (ihr wisst schon, XING, Qype, wer-weiss-was.de).

silke schippmannMit Einstieg über Twitter wuchs 2008 mein Wunsch, mehr zu sagen. Klingt komisch, ist aber so. Ich blogge hier auf dialog artists, für unser Start Up carpe diem Club, für den Bundesverband Community Management e.V. und für einige Barcamps. Um meine private Sturmhöhe kümmere mich, wenn ich in Rente gehe – spätestens!

Damit ich regelmäßig, zumindest aber einmal in der Woche blogge, habe ich mich den Iron Blogger HH angeschlossen. Wenn ich zu faul bin, muss ich 5,-€ Strafgeld in die Bierkasse (die Hälfte davon geht an einen guten Zweck) zahlen. Das klappt ganz gut und bremst mich gleichzeitig in meinem eigenen Perfektionismus. 😉

Fazit: Nicht bloggen geht einfach nicht mehr.

Gerätschaften digital:

Eigentlich egal, Hauptsache ON. Mittlerweile bin ich ganz gerne unterwegs mit iPhone-4, iPad und meinem rustikalen Fujitsu. Unfassbar wichtig ist mein externer Akku und Powerpack Znex. Außerdem habe ich sicherheitshalber überall Ladegeräte positioniert, damit ich immer on sein kann. So nutze ich die Zeiten in Bus & Bahn, im Wartezimmer und Supermarktschlange effektiv.

Gerätschaften analog: 

Mein Herz, meine Intuition, mein offener Blick. Ach ja, und mein Moleskine Notizbuch und mein geliebter Kugelschreiber von Donegal Pens.

Arbeitsweise:

Ich blogge meist spontan und nach Stimmung. Die Themen fallen mir zu und wenn ich etwas zu sagen habe, schreibe und recherchiere ich. Gerade Einsteiger- und Grundlagenthemen scheinen besonders viele zu interessieren, das freut mich besonders. Als Social Media und Community Manager bin ich immer wieder erstaunt, wie wenig Grundlagenwissen es da draußen gibt.

Ich erlaube mir diese Arbeitsweise, weil ich so am produktivsten bin. Dazu gehört leider auch, dass ich Nachts aufwache und mir auf meinem iPhone Notizen mache.

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung? 

WordPress und die WordPress App, Hootsuite, Evernote. Und ja, oftmals überfällt mich der Lese- und Recherchereiz auf Facebook.

Wo sammelst du deine Blogideen? 

Sie fliegen mir zu – ich schreibe, wozu ich mich gerade inspiriert fühle. Nur selten notiere ich mir etwas (meist lege ich dafür zunächst einen Artikel in WordPress an), um später darauf zurück zu kommen. Wenn es mich jetzt interessiert, nehme ich mir die Zeit.

Was ist dein bester Zeitpar-Trick / Shortcut für’s Bloggen /im Internet?

Bloggen ist nachhaltiger als Facebook und Twitter. Deswegen investiere ich im eigenen Blog mehr Sorgfalt und recherchiere gründlicher.

Und, hier kommt wohl der Informationswissenschaftler durch bei mir: Ich regele grundsätzlich den Info-, Inspirations- und Nachrichtenstrom effektiv und lasse mich nicht treiben.

So nutze ich beispielsweise auf Facebook Listen und stelle mir sehr akkurat ein, was ich von wem (oder welcher App) lesen will und was nicht. Nur so lassen sich tausende von direkten Kontakten auf den verschiedenen Kanälen sinnvoll managen. Facebook ist dabei meine Archillesverse, zu oft bleibe ich hier zu lange hängen, einfach weil es mir Spaß bereitet und ich immer wieder neue, spannende Sachen lesen kann. Ebenso versuche ich, mich nicht all zu oft auf Pinterest zu verlieren.

Benutzt du eine To-Do-List-App?

Nein. Ich habe oft damit angefangen und sie nie lange geführt. Die wichtigsten To do’s stehen im Kalender und alles andere versuche ich, zeitnah zu erledigen, damit sich nicht zu viel anstaut. In Teams ab 3 Personen arbeite ich dagegen gerne strukturiert mit der Wasserfallmethode Kanban bzw. Scrum.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne dass du nicht leben kannst?

Ehrlich gesagt, auf meinen Beamer und meinen DVBT-Receiver (mit USB und DVD) würde ich ungerne verzichten.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Das ist so ’ne Frage, gell? Ganz bestimmt, würde ich antworten. Weil jeder etwas besonders gut kann! Ich bin entscheidungsfreudig, offen und intuitiv.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Ich bin nicht so sehr musikalisch orientiert, Musik stört mich sogar eher bei der Arbeit. Im Büro höre ich meist nur das beruhigende Schnarchen meiner Bulldogge. Zum entspannten Bloggen auf dem Sofa lasse ich gerne TV laufen. Ich mag es, Stimmen von „vertrauten Menschen“ zu hören. Dazu gehören derzeit How I met your mother, The Big Bang Theory und Dokus.

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Lärche?

Ihr wollt ja Sachen wissen 😉 Ich bin ganz sicher eine Eule. Wenn ich kann, wie ich will, schlafe ich gerne bis 9 und ich gehe meisterst gegen 0:00 schlafen. Ich schlafe gerne 8 oder mehr Stunden! Aber aus pragmatischen Gründen halte ich mich eher daran, um 7:45 aufzustehen und gegen 23:45 ins Bett zu fallen.

Eher introvertiert oder extrovertiert? 

Ganz klar: Extrovertiert.

Wer sollte diese Fragen noch beantworten?

Da fallen mir spontan einige hochgeschätzte Personen ein:

Der beste Rat, den du je bekommen hast?

Das sind einige: Höre auf dein Bauchgefühl. Finde heraus, wer du bist. Führe dein Leben.

„Hör, auf, Dich mit anderen zu vergleichen. Du hast ein eigenes Pferd im Rennen. Bring es unbeschadet ins Ziel.“ (Roland Mundt)

Noch irgendwas wichtiges?

Ja. Geht mal offline. carpe diem! 😉