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Networking: Ich hab‘ doch keine ZEIT!

es-ist-zeitImmer wieder werde ich angesprochen: „Du sag‘ mal, wie schaffst du das nur, ich meine – so ein großes Netzwerk – du schaffst doch sicher nix anderes mehr?!“

Doch – tue ich! Der Punkt ist, ich verliere mich nicht im Detail. Dazu einige Tipps:

  • Ich überlege mir gut, wo ich welches Netzwerk aufbauen und pflegen will
  • Ich pflege es aktiv
  • Ich weiß, was ich nicht will und nehme meine Einstellungen so vor.

Macht man sich planmäßig an das netzwerken, bringt es nicht nur sehr viel Spaß und einen  gewinnbringenden Austausch, sondern bereichert das Leben ganzheitlich. Da jeder der oben genannten Punkte *eigentlich* einen eigenen Blogbeitrag wert wäre, beschränke ich mich auf jeweils 3 Top-Tipps!

Ich überlege mir gut, wo ich welches Netzwerk aufbauen und pflegen will. Will ich aktuelle Kunden und Kollegen besser erreichen und den Kontakt optimieren oder wie finde ich neue Kunden? Wie groß soll es sein – und wie persönlich? Kenne ich keine Details, empfehle ich deutschsprachigen Nutzern derzeit XING und Facebook.

  1. Lege ein XING Profil an und fülle es sorgfältig, mach dich sicht- und kontaktierbar. Lade ein ansprechendes Foto hoch und knüpfe zunächst Kontakte zu Bekannten. Überlege dir, welche Kontakte du haben/annehmen willst und welche nicht.
  2. Wenn du ein Facebookprofil willst, trenne dein persönliches unbedingt von dem Seitenprofil deines Unternehmens. Dein persönliches Profil fülle gut aus und wähle zunächst (bis du geübt bist) restriktive Privatsphäreeinstellungen. Wenn du aktiv und sicherer wirst, dann kannst du Listen anlegen und dein Profil auch zum Teil auf öffentlich schalten. dann können andere deine Updates abonnieren.
  3. Beschäftige dich einmal gründlich mit den jeweiligen Benachrichtigungsoptionen und Privatsphäreeinstellungen! Stelle alles ab, was nicht *lebensnotwendig* ist.

Ich pflege mein Netzwerk aktiv. Reagiere zeitnah auf Anfragen – notfalls auch mal mit einem „leider nein“ oder „bitte melden sie sich im Herbst noch einmal„. Zwingend erforderlich ist es, positiv oder dankend zu reagieren, wenn man empfohlen oder besonders hervorgehoben wird. Networking ist gegenseitige Kontaktpflege. Man sollte sein Netzwerk nicht nur aufbauen, bevor man es braucht, sondern auch mal anderen etwas gutes tun. Ein aufrichtiges Kompliment hier, ein besonders hervorheben da, ein Geburtstagsgruß dort. Sprich Besucher deines Profils an und frage, wie sie auf dich gekommen sind.

  1. Beschäftige dich einmal gründlich mit den Kontaktfunktionen der jeweiligen Plattform. Bei XING beispielsweise ist die Taggingfunktion der Hit, die Notizen und Premiummitglieder können leicht sehen, wer auf dem eigenen Profil war – also bereits Interesse an dir bekundet hat!
  2. Nimm‘ Kontakt auf zu spannenden Personen, lass dich vorstellen und stelle Menschen einander vor – wenn sie sich gegenseitig eine Bereicherung sein werden. Schalte deine Daten auch schon mal unabhängig von einer Kontaktanfrage frei (wenn du damit noch warten willst oder es dem anderen leichter machen willst, auf dich zu reagieren). Überlege dir, wie dein Netzwerk aussehen soll – willst du nur Kontakte zu Leuten, denen du persönlich begegnet bist oder bist du da ganz offen? Finde deine Haltung und kommuniziere sie – freundlich und transparent.
  3. Es gibt gute Tools, wie zum Beispiel das vielseitig nutzbare Phrase Express, die das Grüßen, zum Beispiel an Geburtstagen oder das galante ablehnen von Kontaktanfragen, erleichtern.

Ich weiß, was ich nicht will und nehme meine Einstellungen so vor. Ich sorge dafür, dass meine Business Profile in Social Networks in Suchmaschinen auffindbar sind und ich erreichbar bin für jedes registrierte Mitglied. Inhalte wie Gruppenbeiträge behalte ich dagegen meist eher einem geschlossenen Kreis vor, weil ich hier nicht flexibel genug reagieren kann, wenn mich ein älterer Eintrag später stört.

Es gibt Leute, die schalten ihr eigene Netzwerk auf unsichtbar für ihre Kontakte – dafür mag es Gründe (Wettbewerb?) geben, sympathisch wirkt es auf Außenstehende nicht. Ich persönlich nehme Kontaktanfragen „in der Regel“ nur an, wenn ich die andere Person kenne. Auch hier gilt:

  1. Beschäftige dich einmal grundlegend mit den Datenfreigaben und Sichtbarkeitseinstellungen!
  2. Frage im Zweifelsfall freundlich nach, wie man zu der ehre der Kontaktanfrage kommt und lehne im Zweifelsfall oder bei ausbleibender Antwort ab. Bestätige ich zunächst, bin mir aber nicht sicher, sieht die Person nur den Mindestsatz an Kontaktdaten. Bei XING kann man seine favorisierte Standardeinstellung speichern, bei Facebook kann man die Kontakte auf entsprechende Listen verteilen.
  3. Ich lösche mir persönlich unbedeutende Kontakte in größeren Abständen, wenn ich sie (nur für mich sichtbar) als „überflüssig?“ getaggt habe und sie sich als solche herausstellen. Das teile ich nicht mit – oder informierst du jemanden, wenn du seine Visitenkarte wegwirfst?

Der minimale Zeitaufwand sollte je nach individueller Zielsetzung und Größe des eigenen Netzwerkes sowie der Anzahl der gewählten Plattformen deutlich unter einer Stunde in der Woche machbar sein. Ich würde folgendes empfehlen:

  • Einmal am Tag (an mind. 5 Tagen in der Woche) überall einloggen und Updates checken.
  • Auf jede Anfrage eines Kontaktes reagieren: Bestätigen, ablehnen, danken oder unnötige Updates (z.B. uninteressante Gruppeneventeinladungen) abbestellen.
  • Aus relevanten XING Gruppen heraus kann man sich wunderbar einzelne Foren oder Artikelbäume abonnieren.
  • Eine eigene Routine finden. Ich z.B. nutze Facebook gerne für Geburtstagsgrüße, weil es dort am schnellsten und ansprechend funktioniert. Berufliche Kontaktaufnahme initiiere ich immer zunächst über XING.
  • Eine saubere Trennung von privat und beruflich empfiehlt sich – aber es darf menscheln, zeige deinen Kontakten, was du magst und wofür du dich privat interessierst – ausgewählt, versteht sich! ;-).
  • Mit seinem Smartphone kann man wundervoll die Wartezeit an Bushaltestellen, in Wartezimmern oder an Supermarktkassen nutzen, um kurz mal die Updates zu checken oder zu reagieren.
  • Meine persönlichen Lieblingstools (zugegeben vor allem für fortgeschrittenere Networker) finden sich kostenfrei in jedem App Store: Hootsuite, Facebook, XING, Skype, Pinterest, Instagram, Whatsapp und Foursquare.

So viel zu meinen Top-Tipps, welches sind deine?