Drück‘ deinen Community Manager

Nicht vergessen: Am 4. Montag im Januar (das ist in diesem Jahr der 28. Januar) ist der 4. internationale Community Manager Appreciation Day558626_10151408845218146_239223412_n

Was bedeutet das für dich?

Wenn du einen Community Manager in deinem Unternehmen beschäftigst solltest du wissen:

 

 

  • Dein Community Manager macht seinen Job am besten, wenn er kaum auffällt. Nur ein winziger Teil seiner Arbeit ist öffentlich sichtbar
  • Antwortet er öffentlich, deeskaliert er rasend schnell kritische Diskussionen. Das ist Können, kein Zufall!
  • Es gibt kaum Kollegen, die ohne gründliche Einarbeitung seinen Job machen können. Wirklich. Do not try this!
  • Dein Community Manager wird zu selten gelobt
  • Er liest unfassbar viel und schnell und muss öfter mal unter Zeitdruck antworten – und das häufig schriftlich, öffentlich und vor den Augen der ganzen Firma
  • Er kommt entgegen gängiger Vorurteile kaum dazu, selbst in den Foren zu stöbern
  • Der Vorgesetzte glaubt fälschlicherweise, seine Hauptaufgabe sei „irgendwas mit Forenmoderation
  • Dein Community Manager moderiert Moderatoren
  • Er ist Führungsperson: Er führt, motiviert, aktiviert und bändigt alle ehrenamtlich tätigen Moderatoren und Administratoren
  • Dein Community Manager ist keine Rampensau: Er sorgt dafür, dass sich Rampsensäue wohl fühlen und weiterhin aktiv sind
  • Er kann es bei Streitigkeiten selten allen recht machen und gerät oft zwischen die Fronten
  • Gefeiert werden meist die Vertreter produzierender Abteilungen, wie zum Beispiel die Entwickler
  • Erfolge schreiben sich meist andere Abteilungen zu, denn seine KPIs sind schwer zu trennen von allen anderen Tätigkeitsbereichen
  • Kaum ein Kollege muss seine eigene Existenz so oft rechtfertigen
  • Die Business Intelligence hält sie für überflüssiger als einen Kropf, mag das aber auch nicht mit Zahlen belegen
  • Er ist Dolmetscher: Kunde – Firma – Kunde! Viele Kollegen halten ihn fälschlicherweise für den Anwalt der Mitglieder, dabei ist er doch nur Mittler. Er ist außerdem tätig als Seelsorger, Psychologe, Erzieher, Dompteur, Feuerwehr, Krankenschwester und Laien-Jurist.
  • Er ist das Ohr auf der Schiene und oft 7 Tage in der Woche für seine Community da. Die Funktionen deiner Plattform kennt er wie kein anderer
  • Niemand sonst im Unternehmen hat so viele heiße (interne und externe) Drähte und muss mit so vielen Informationsschnipseln jonglieren
  • Dabei filtert er die Informationen, bevor er sie dem Management zumutet – bitte muten Sie ihm nicht zu, dass er pro und kontra Stimmen auszählt – so kann man keine Stimmung messen. Nicht jede Meinung wiegt gleich schwer und nicht jeder Kundenwunsch sollte umgesetzt werden – andere Wünsche und Bedürfnisse wiederum sollten unbedingt berücksichtigt werden
  • Er kennt seine Community: Ist er gut, kannst du seiner Intuition vertrauen
  • Viele Community Manager in Deutschland sind unterbezahlt und verdienen kaum mehr als ein Support Mitarbeiter
  • Berufskrankheit: Immer muss er das letzte Wort haben und manchmal nervt er andere Leute als Wortakrobat 😉
  • Berufsrisiken: Geht auf der Plattform was schief oder werden Fehlentscheidungen getroffen, wird dein Community Manager gerne von den Usern persönlich und namentlich angegriffen und verantwortlich gemacht. Beleidigungen und Drohungen gehören für ihn zum Berufsalltag
  • Dein Community Manager ist maximal sicht- und kontaktierbar. Das ist nicht immer schön
  • Dabei ist es kaum zu verhindern, dass er früher oder später einmal Opfer eines Stalkers wird. Bei weiblichen Kollegen steigt die Gefahr überproportional

Du kannst stolz sein, dass „du die coolsten, besten und härtesten Mitarbeiter beschäftigst und du kannst jeden Tag aufs neue stolz sein, wie sie als Superhelden verkleidet, die Kastanien aus dem Feuer holen. Community Manager you rock!!“ sagt Thomas Lagemann vom Two Pi Team.

So, und nun – habe ich dich hoffentlich davon überzeugt, dass dein Community Manager heute ein herzliches Dankeschön, eine Blume oder eine Praline verdient hat. „Er verdient es, an diesem Tag verwöhnt zu werden.“ sagt Ben Ellermann von der buw Unternehmensgruppe.

Wenn du mir noch nicht glaubst, begleite seine Arbeit einmal für eine Woche… du würdest dich wundern!

PS: Wer seinen Community Manager via Twitter huldigen will oder sich gemeinsam über den eigenen Ehrentag freuen will, nutzt das Hashtag #cmad

Wer sich mit anderen Community Managern austauschen will, sollte den Bundesverband Community Management e.V. auf Facebook oder unserem Blog besuchen!

 

 

 

 

  • MiuSuCo

    … und fremddrücken, Pralinen schenken und loben ist auch erlaubt (also, wenn man keinen eigenen Communitymanager hat) , oder?!

    • Aber sowas von! Und nur nicht die Freiberufler vergessen! ;-)))