Die Traumkarriere – so findet sie mich!

Das war ein lehrreicher Themenabend – mein erster Abend als Fördermitglied der Digital Media Women in Hamburg:

“Die Traumkarriere. So findet sie mich”.

DMW bei ThinkHeadsWir waren eingeladen in die stimmungsvollen Räumlichkeiten der Personalberatung ThinkHeads und wurden dort bestens mit Snacks und Getränken versorgt. Die vortragende Bestseller-Autorin und Karriere-Beraterin Svenja Hofert zeigte uns in ihrer Keynote den richtigen Weg zur Traumkarriere auf – mitsamt der Strategien, Fallstricke und Unklarheiten auf dem Weg.

Die Frage Würde man mich küssen?  ist der letzte und entscheidende Schritt auf dem Weg zur Traumkarriere, wie Carolyn Moyé in ihrem Blogbeitrag über den Abend näher erläuterte.

Hier einige Gedanken, die ich mir zum gefunden werden durch die eigene Traumkarriere notiert habe: 

Zunächst einmal gilt es, sich selbst und die eigenen Motive kennen zu lernen. Wo will ich hin? Wie sieht es da aus? Hier sollte man sich möglichst bildlich ausmalen, wie es denn sein soll.

Pull oder Push Strategie? Finden meine Kunden mich oder muss ich sie akquirieren? Das sich finden lassen funktioniert wirklich, es  dauert aber länger und es erfordert eine hohe Aufmerksamkeit bei der Selbstdarstellung.

Gerade hier gibt es oft logische Brüche, die man frühzeitig identifizieren sollte. Man sollte sich gut überlegen, was man von sich an Fotos, Informationen und professioneller Darstellung präsentiert. Oder, um Svenja Hofert zu zitieren: „Reichen deine Tweets nur für einen One Night Stand?

Ist der eigene Lebenslauf konsistent? Hierzu sollte man seine Seiten mit etwas Abstand betrachten und sich auch Feedback von außen einholen. Sollte man nicht wissen, wen man fragen kann: Personalberater beraten auch Bewerber und Selbständige in dieser Hinsicht.

Für Bewerber wie auch für Selbstständige gilt: Wo will man hin, wen will man als Arbeitgeber oder Kunden gewinnen, wie ist das Klima in der Firma oder beim Kunden, was will ich genau anbieten?

Bietet es der potentielle Arbeitgeber nicht von sich aus an – Warum nicht einfach nach einem Probetag fragen? Das mögen zwar nicht alle Arbeitgeber – es schützt aber vor falschen Erwartungen und Annahmen – und einem baldigen weiteren Jobwechsel!

Anschließend gab es noch eine spannende und durch DMW Sarah Pust gut moderierte Podiumsdiskussion mit Ireen Baumgart von OTTONicole Mundl-Schmidt von uniquedigital, Susann Klebig von ThinkHeads und Svenja Hofert von Karriere & EntwicklungSchöne Anekdote: Bewerbungen, die nicht sofort auf eine Stelle passen, wandern bei OTTO in den oben erwähnten Excellence Pool. Diese bekommen weiterhin Newsletter und Einladungen zu Events bis es eine passende Stelle gibt. Dabei erzählte eine frühere Bewerberin (der man schweren Herzens absagen musste), dass OTTO ihr Vergissmeinnicht-Samen geschickt hat, um in Verbindung zu bleiben.

Carolyn hat die Diskussion gut zusammengefasst:

Ireen Baumgart, eine der zwei Leiterinnen des Recruitment der Otto GmbH & Co AG, “küsst” in ihrem Job ungefähr 750 potentielle Arbeitnehmer pro Jahr. Denn genauso viele Einstellungen nimmt ihre Abteilung jedes Jahr durchschnittlich vor. Sie gewährte Einblicke in ihre Arbeitsweise: “Wertschätzung der Mitarbeiter fängt schon im Bewerbungsprozess an.” Dazu gehört, dass sie sich auf die Persönlichkeit des Bewerbers einlässt und darüber erfährt, ob er sich in der jeweiligen Stelle und im jeweiligen Team wohlfühlen würde. Bei ihren Bewerbungsgesprächen stellt sie immer wieder fest, dass Bewerbungsunterlagen, die nicht die Persönlichkeit des Bewerbers spiegeln, für beide Seiten frustrierend sind. Wenn der Bewerber sich zu sehr anpasst, nur das sagt was der Personaler wahrscheinlich hören will und sich mit allem zufrieden gibt wird er sehr schnell unglücklich sein. “Dann war die ganze Vorarbeit umsonst.” Denn dann geht der Bewerbungsprozess von vorne los.“

Vielen Dank für diesen großartigen Abend an Gastgeber, Sponsoren und die tollen Organisatorinnen der Digital Media Women!