Die Soziale Währung

Die Soziale Währung – oder müsste es heißen: Wie revanchiere ich mich im Web? Wer hat noch nicht darüber nachgedacht, wie man sich korrekt bedankt oder dem anderen Wertschätzung zeigt – in der Kommunikation in sozialen Netzwerken. Und gemeinerweise unterscheiden sich auch die Netzwerke untereinander – nur eines haben sie gemeinsam: Networking ist ein Geben und Nehmen und auch hier gilt es, sich in ausreichendem Maße dankbar zu zeigen und Wertschätzung zu zeigen.

Positiver Nebeneffekt: So steigert man in vielen Fällen die Reichweite des anderen. Nur – wie geht das?Bei Facebook ist es leicht – man kann Beiträge einer anderen Person liken.  Das höchste Maß an Wertschätzung ist ein freundlicher Kommentar oder das weitere Teilen der Botschaft. Denn für Webworker und Leute, die gerne gesehen werden und damit auch einen Teil ihrer Existenz sichern, ist die Erwähnung, Kommentierung oder Weiterleitung einer Information mehr als wertvoll. Am Rande erwähnt: Auch Seiten oder Organisationen, die man unterstützen will, sollte man mit derlei Aufmerksamkeit würdigen. Jede Fanseite braucht diese Art von Unterstützung, wenn sie wachsen und Reichweite gewinnen soll.

Die Positionierung, Sichtbarkeit und Reichweite von derart supporteten Seiten oder Personen wird sich verändern – bei Facebook, bei Google und bei Klout – um nur einige zu nennen.

Die Mechanismen ähneln sich aber überall: Es geht immer um das weiterleiten/empfehlen oder das ♥ in Form eines  „Like“.

Bei Twitter kann man retweeten, oder aber favorisieren. Das „fav“ ist nicht öffentlich, das Retweet schon. Beides ist gut für den Web-Wert des anderen. Häufig verwendet wird auch das Hashtag #FF, hier kann man am Follower Friday die besten Twitterer erwähnen, damit andere auf sie aufmerksam werden und ihnen ebenfalls folgen können. Viele bedanken sich auch in einem Tweet für Retweets oder Erwähnungen. Das favorisieren hat außerdem die Bedeutung: „Prima, ich habe gesehen, was du geschrieben hast.“

Bei Google+ – na klar – da ist es das plussen, oder auch kommentieren. Bei Klout vergibt man k+ – oder aber, man bezeichnet geschätzte Personen als Influencer. Mehr Wertschätzung geht hier kaum. Und, so unsinnig einem die Score-Bewertung erscheinen mag (sie bemisst sich zu nennenswerten Teilen daran, wie aktiv man auf Klout selbst ist) – es häufen sich Hinweise darauf, dass es für die Jobsuche relavant zu werden scheint.

Bei XING kann man seit einiger Zeit empfehlen, weiterleiten an andere Netzwerke oder aber etwas Interessant finden. Auch dadurch erhöht man die Reichweite für den anderen. In allen genannten Fällen kann und wird der andere es (früher oder später) merken, wenn Sie ihm etwas Gutes tun. Natürlich spricht nichts gegen eine persönliche Nachricht, jeder bekommt gerne dankende Zuschriften – aber mit einem öffentlichen „Lob“ oder dem Bekanntmachen eines guten Beitrages können Sie doppelt Freude verbreiten.

Ein toller Nebeneffekt für die Mühe: andere werden es gleichtun und sich auf die gewählte Weise bedanken. Manche Netzwerke bieten sogar dafür eine Funktion an, wie zum Beispiel Klout.

Wie kann man sich noch bedanken? Was nervt, wenn es zu viel wird?