carpediem

4 Wochen positiv. Ein Zwischenbericht.

Am 13. Mai habe ich auf Facebook verkündet: Ich höre jetzt einfach mal für 4 Wochen auf, online zu meckern, zu sticheln und zu nörgeln. Konkret und recht spontan schrieb ich:

Stop complaining! 

Angeregt durch ein Buch und eine Initiative (dazu später mehr, bin unterwegs) möchte ich hiermit verkünden: ich mache den Selbstversuch!

Wenn wir mal ehrlich sind, wir merken es doch gar nicht mehr. Bestenfalls bei anderen. Und kommen gleichzeitig – gerade online – sehr negativ rüber. Einen Monat lang nicht meckern. Und weil ich vorsichtig bin, beschränke ich mich in diesem 1. Monat darauf, nirgendwo online zu beschweren.

Und wisst ihr, das ist gar nicht sooo leicht. Also für mich so. 

Ich beklage mich nicht in sozialen Netzwerken. Nicht in Chats. Nicht per Mail. Kein Wehklagen über „Rücken“, kein Genöle über neue Features oder andere Autofahrer. Kein Belehren anderer Onlinenutzer. Weil mich das tägliche Gemecker anderer so nervt und ich weiß, dass ich bei mir anfangen kann. Und werde. „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt“, so M. Gandhi.“

Hier habe ich einige Tage später beschrieben, wie es es konkret angehen werde. Über das anhaltende Interesse auf allen Kanälen und einige aktive Mitstreiter habe ich mich sehr gefreut und gerne gebe ich einen Zwischenbericht darüber, wie es bei mir läuft.

carpe diemEs geht mir gut!

Ich fühle mich wohler, weil ich mich nicht abmühen muss, meine Sicht der Dinge bis zum äußersten darzulegen. Ich führe durchaus kritische Diskussionen, aber ich bleibe sachlich und freundlich. Ich gehe erst einmal davon aus, dass es niemand böse mit mir meint. Über früher sicherlich bemerkte Spitzen, Ignoranz oder Belehrungen sehe ich großzügig hinweg. Warum sollten sie mich kratzen? Ich bleibe ruhig. Und ich fühle mich entlastet. Diese positive Grundstimmung scheint relativ schnell auch auf mein Offlineleben überzugreifen und ich erfreue mich an den positiven Resonanzen, die ich genussvoll ernte.

Auch wurde ich bereits auf Facebook kommentiert – weil ich vermeintlich gegen meinen Vorsatz verstoße.

Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit und Unterstützung in dieser Sache, aber wie ich hier schrieb:

 Wohlgemerkt, es geht nicht darum, völlig kritiklos durch die Gegend zu kommunizieren. Aber es gibt ja einen großen Unterschied zwischen sachlicher Kritik und zwecklosen Genöle. So bei mir beobachtet. Außerdem versäumt man oft, den Dingen ihre positiven Aspekte zuzugestehen.“

Ich werde mich bei Bedarf auch in diesen Wochen immer wieder mal kritisch äußern und nötigenfalls auch Dinge richtigstellen, sofern ich mich verantwortlich fühle. Vielleicht bin ich mal melancholisch oder ich äußere Trauer. Das ist aber nicht das, was ich ändern oder unterbinden will. 😉

Es ist tiefer Ausdruck meiner selbst und GUT so. 

Wovon ich mich entlasten und befreien will, ist eine gelegentlich negative Grundhaltung, unnötiges Misstrauen und Bewerten. Ich bin recht gut im schriftlichen Wortgefecht, je emotionaler die Diskussion – umso besser für mich. Ich erkenne sofort die Schwächen in der Verteidigung und Argumentation und ich bemerke wunde Punkte bei meinem Gesprächspartner.

Aber bitte wem will ich was beweisen? 

Ich will, wie jeder Mensch, lieber nett und freundlich ein und gemocht werden. Diese vier Wochen werden mich nicht zu einem besseren Menschen werden lassen, aber ich bemerke, wie meine Achtsamkeit jeden Tag wächst und ich mich an jedem Tag wohler fühle – und das sicher auch ausstrahle.

In diesem Sinne:

carpe diem und gebt gut auf euch Acht!